Fußball-WM 2026: Drei besondere Bewerber

Tatsächlich laufen jetzt bereits die ersten Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2026 an – auch wenn das Datum in meinen Augen noch besonders weit von unserer Vorstellung entfernt liegt.

Aber die Länder, die interessiert sind, benötigen natürlich eine gewisse Vorlaufzeit. Eventuell müssten Stadien gebaut oder saniert werden, Infrastrukturen erneuert oder sonstige Bedingungen verbessert oder hergestellt werden. Für die Bewerbung 2026 hat es diesmal eine kleine Überraschung gegeben, denn das erste Mal bewerben sich gleich drei Länder für die Austragung des Turniers.

Bereits 2002 wurde die WM in mehreren Ländern ausgetragen (Japan und Südkorea), doch drei Länder stellen eine Besonderheit dar. Nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus aktueller politischer Sicht, denn die Dreiergruppe besteht aus den USA, Kanada und Mexiko.

Die Spannungen, die mit Trump zwischen Amerika und Mexiko aufgekommen sind, sollen für diese Bewerbung außer Acht gelassen werden. Alle drei Länder haben ihre Einigkeit in dieser Hinsicht präsentiert und versuchen nun, erfolgreich den Zuschlag zu bekommen.

Bedenkt man, dass die Weltmeisterschaft zu der Zeit eine Mega-Veranstaltung mit noch mehr Teams – und sogar einem Sechzehntel-Finale – sein wird, mag die Bewerbung von drei Ländern zugleich eine gute Idee sein, da viel Platz und viele Stadien für die zahlreichen Begegnungen benötigt werden. Andererseits bedeutet es durchaus Stress und Aufwand, wenn Teams möglicherweise von Kanada nach Mexiko fliegen müssen, um das nächste Spiel zu bestreiten. Organisatorisch wird das definitiv ein Kraftakt für alle Beteiligten.

Worüber ebenfalls noch Unklarheit herrscht, ist die mit der Bewerbung verbundene Anfrage, dass die drei Teams der drei Gastgeber automatisch für die Endrunde qualifiziert sind. Üblicherweise mag das gelten, doch dabei handelt es sich auch meistens nur um ein einziges Team. Die Vergabe einer „Wildcard“ für gleich drei Mannschaften ist eine Frage, über die sich die FIFA erst noch ihre Gedanken machen muss.

Wie sich das Verhältnis der drei Länder (vor allem zwischen den USA und Mexiko) entwickeln wird, bleibt noch abzuwarten. Auch, ob die Bewerbung überhaupt von Erfolg gekrönt sein wird. Doch die Mammut-WM, die den Ausrichtern da bevorsteht, benötigt garantiert mehr Organisation, Vorbereitung – und sicherlich auch mehr Geld – als alle anderen Wettbewerbe zuvor.

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